Die Geschichte der Seychellen lässt sich – wenn man sich nur einen ersten groben Überblick verschaffen möchte – in drei wichtige Phasen einteilen. In einer ersten Phase ist ein arabischer Einfluss wahrscheinlich, die zweite Phase steht im Zusammenhang mit der Kolonialzeit und die dritte Phase beginnt endgültig mit der Unabhängigkeit der Seychellen.
Über die erste Phase, in der Araber aller Wahrscheinlichkeit nach auf die Inseln aufmerksam wurden, ist nur wenig bekannt. Oft wird berichtet, dass die Araber schon weit vor 1000 n. Chr. die Inseln gekannt haben sollen.
In das europäische Bewusstsein sind die Seychellen erst wirklich eingedrungen, nachdem rund weitere 650 Jahre vergingen und die Kolonialzeit 1502 auch für die Seychellen begann.
Für die Entdeckung bzw. Kolonialisierung der Seychellen spielen gleich drei bedeutende Nationen eine Rolle: Portugal, Frankreich und Großbritannien.
Noch lange bevor Amerika entdeckt wurde, wurden die Portugiesen Anfang des 16. Jahrhunderts auf die Seychellen aufmerksam.
Eine Besiedlung, bei der die Franzosen das Heft in die Hand nahmen, fand allerdings erst sehr viel später statt. In der Kolonialzeit spielte dabei auch auf den Seychellen die Sklaverei eine wichtige Rolle.
Die Geschichte der Seychellen ist insgesamt betrachtet wechselreich: Schlussendlich wurden sie eine britische Kolonie, in der später, 1835, die Sklaverei wieder abgeschafft wurde.
Die historischen Ereignisse auf den Seychellen sind dabei auch dafür verantwortlich, dass neben Kreolisch heute Französisch und Englisch gleichermaßen Amtssprachen auf den Seychellen sind.
Die Unabhängigkeit erhielten die Seychellen erst 1976. Bereits Ende der 1970er Jahre entwickelten sich die Seychellen zu einem Einparteienstaat, der allerdings in dieser Form Anfang der 1990er Jahre zum Scheitern verurteilt war.
Bereits seit ihrer Unabhängigkeit sind die Seychellen eine Republik, nach dem Scheitern des Einparteienstaates schreibt die Verfassung auch wieder ein Mehrparteiensystem vor. Heute weisen die Seychellen knapp unter 90.000 Einwohner auf.
Die gesamten Seychellen haben somit so viele Einwohner, dass sie, würden alle Einwohner in einer Stadt leben, nur die Größe einer deutschen Mittelstadt einnehmen würden. In Victoria, der Hauptstadt der Seychellen, leben rund 25.000 Menschen. Die Stadt ist somit ein wenig größer als eine übliche deutsche Kleinstadt.
Die Outer Islands wiederum, allesamt Koralleninseln, erstrecken sich über ein weitaus größeres Seegebiet als die Inner Islands.
Sie sind mitunter sehr klein und zu einem nicht unerheblichen Anteil auch unbewohnt. Hier gibt es vergleichsweise wenig touristische Angebote, was den Inseln allerdings nicht ihr paradiesisches Flair nimmt.
Insgesamt ist die doch recht abgeschiedene Lage der Seychellen, sowohl der Inner als auch der Outer Islands, dafür verantwortlich, dass sich einzigartige Naturlandschaften auf den Inseln entwickeln konnten.
Dazu zählen nicht nur traumhafte Strände und sehenswerte Felsformationen, sondern auch eine beeindruckende Flora und Fauna. Viele Pflanzen und Tiere kommen auf den Seychellen als Endemiten vor: Dies bedeutet, dass sie nur hier leben und sich in ihrer Entwicklung ideal auf ihren Lebensraum eingerichtet haben. Insbesondere die Vogelwelt der Seychellen ist beeindruckend und wert, auch von Touristen bestaunt zu werden.